Dieser experimentelle Skifilm nähert sich dem Berg aus einer anderen Perspektive. Gedreht wurde ausschließlich während der Goldenen Stunde – der wohl schönsten, aber auch flüchtigsten Zeit des Tages. Das Licht ist einzigartig, doch es liegt dicht an der Dunkelheit: Aufstiege beginnen in der Nacht, Abfahrten enden im Schatten. Und wenn die Temperaturen zu mild sind, kann der Schnee sich so stark verändern, dass sich die Anstrengung des Aufstiegs kaum noch in der Abfahrt widerspiegelt.
Ergänzt durch Aufnahmen mit einer Wärmebildkamera entstehen ungewohnte Bilder, die das Spiel mit Licht und Temperatur in den Vordergrund stellen. In Kombination mit einer eigens entwickelten Klangkomposition entsteht eine dichte Atmosphäre, in der Bild und Ton ineinandergreifen. Kontraste und Wärme im kalten Element bilden das Fundament des Films.
© Merlin Libicky